Das Bienenjahr

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Januar 2018

Der Januar ist wohl der ruhigste und kühlste Monat des Winters, die Natur ist im Winterschlafmodus.

Die Bienenvölker haben aber auch jetzt zu tun, sie müssen ihre Königin wärmen und gut über den Winter bringen. Bereits Ende Oktober, nach den ersten frostigen Nächten, bilden die kräftigen Winterbienen eine feste Traube um ihre Königin. Durch Zittern der Brustmuskulatur wird die nötige Wärme erzeugt, die äußeren kälteren Bienen wechseln ständig mit aufgewärmten Bienen aus dem Inneren der Traube.

Auch im Winter ist Leben im Bienenstock

Horcht man mit einem Stethoskop an der Außenwand des Bienenstocks, so ist ein leises Brummen, wie das eines Motors, zu hören.

Ende des Monats, bei 8-10 Grad und tatsächlich zwei Sonnenstunden, waren vor jedem Bienenstock eine Handvoll Bienen unterwegs. Sie sollten wohl die ersten Blüten erspähen, die bei Weide, Haselnuss und Winterheide zu finden sind.

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Die Autorin Ute Kahnert über ihren Weg in die Imkerei:

Vor drei Jahren hatte ich mir überlegt,  mehr für die Wild- und Honigbienen zu tun, pflanzte mehr Blumen und Kräuter, die diese anfliegen und dachte auch daran, wie das wohl so als Imker wäre. Da habe ich wohl zu laut gedacht.

Ich bekam zu Weihnachten von meinen Kindern und meiner Schwester einen Gutschein für einen Honigkurs, mit Anmeldung zum Januar. Nach einem halben Jahr hatte ich mein Zertifikat und bin nun im zweiten Imkerjahr.

Meine 6 Bienenvölker stehen auf einer natur belassenen Wiese direkt hinter meinem Haus in Langballigholz. Es sind ca.600m Luftlinie zur Ostsee, es herrscht daher äußerst selten mal Flaute.


Bienen sind auf Hilfe angewiesen

Jedes Bienenvolk ist eine eigenständige Gemeinschaft, alles geht Hand in Hand und jede Biene ist eingeschworen auf ihre Königin.

Trotzdem muss der gute Imker immer helfend zur Seite stehen:

Anfang Januar habe ich die Bodenplatten in die Bienenkisten eingeschoben, sodass der sonst offene Boden geschlossen ist. Und die Einflugöffnungen wurden eingeengt.

Bei leichtem Frost musste eine Varroa-Milben-Behandlung mit der natürlichen Oxalsäure erfolgen. Diese Milben stechen die Bienenbrut an und übertragen verschiedene Viren ins Bienenvolk. Ohne Behandlung durch den Imker würden die Bienen sterben.