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Blühmischungen: Honigproduktion im Bienenstock beobachten

Stefan Ruhnke, unser Projektmanager für Biokulturen, betreut Bienenstöcke nahe einer 1,2 ha großen Blühfläche viterra® BIENE. Hier hat er eine Stockwaage installiert, die live Daten zu Wetter (Regen, Temperatur, Wind) und Honigertrag im Stock sendet. Erfahren Sie mehr über viterra® BIENE und den Bienenstock. Über unseren Link können Sie die Daten der Stockwaage direkt einsehen.

Bonitur des Bestandes durch unseren Produktmanager Zwischenfrüchte Heiner Lass am 09. Juni.

1. Stockwaage; 2. Brutraumsensor; 3. Wind- und Regenmesser; 4. Temperatur und Luftfeuchte

Datenaufzeichnung vom 17.-21. Juni 2020

Blühmischungen: Honigproduktion im Bienenstock beobachten

Stefan Ruhnke, unser Projektmanager für Biokulturen, betreut Bienenstöcke nahe einer 1,2 ha großen Blühfläche viterra® BIENE. Hier hat er eine Stockwaage installiert, die live Daten zu Wetter (Regen, Temperatur, Wind) und Honigertrag im Stock sendet. Erfahren Sie mehr über viterra® BIENE und den Bienenstock. Über unseren Link können Sie die Daten der Stockwaage direkt einsehen.

Startschwierigkeiten

Die erste Honigernte in diesem Jahr war im Vergleich zu den vorherigen Jahren enttäuschend. Zwei Völker brachten es gerade einmal auf 26 kg Frühtrachthonig. Bei den anderen drei Völkern war an eine Honigernte noch gar nicht zu denken.

Gründe hierfür könnten die frühe Rapsblüte und ein durch die Trockenheit verringerter Nektarfluss sein. Zu Beginn der Rapsblüte waren die Bienenvölker an diesem Stand noch nicht voll entwickelt und als die Zahl der Sammelbienen zunahm, fehlte den Pflanzen das Wasser für die Nektarproduktion.

Der zweite Anlauf

Trotzdem haben sich die Völker bis heute gut entwickelt und die Hoffnung ruht nun auf einer ertragreichen Sommertracht. Neben den an der Straße stehenden Linden steht den Bienen nun auch ein 1,2 ha großer Schlag der landwirtschaftlichen Blühmischung viterra® BIENE zur Verfügung.

Dieser wurde im April in zwei Etappen mit zwei Wochen Verzögerung und mit 25 kg/ha ausgedrillt. Der Hintergedanke dabei ist, den Bienen ein länger anhaltendes Trachtangebot zu sichern.

Die Anfang April gedrillte Hälfte lief mit anfänglichen Startschwierigkeiten in Folge der Trockenheit gut auf. Gerade die Phacelia zeigte sich hier besonders stark. Bei der zwei Wochen später ausgedrillten Hälfte entwickelten sich die Komponenten dagegen gleichmäßiger.

Nach dem Regen der letzten Wochen zeigt sich die Phacelia derzeit auf beiden Hälften in voller Blüte und wird augenscheinlich von den Bienen bevorzugt.

Welche Trachtpflanze den Ertrag bringt, soll am Ende der Saison über eine Pollenanalyse des Honigs ermittelt werden.

Die Messtechnik

Um den Honigeintrag zu verfolgen, wurde eine Bienenstockwaage der Firma Wolfwaagen installiert. Diese Waage ermöglicht es, den täglichen Honigeintrag zu bestimmen. Neben dem Gewicht wird auch die Temperatur im Inneren des Bienenvolkes überwacht. Der Brutraumsensor befindet sich dafür direkt im Inneren des Bienenvolkes. Zusätzlich werden über die mitgelieferte Wetterstation Windrichtung und -geschwindigkeit, Niederschlagsmenge, Temperatur und die Luftfeuchte ermittelt.Über den folgenden Link (https://app.wolf-waagen.de/public/report/scale/R19XVG) können Sie die aktuellen Wechselwirkungen der einzelnen Parameter auf den Honigertrag im Stundentakt verfolgen und einen Einblick in die Routine des Bienenvolkes gewinnen - vom morgendliche Ertragsverlust infolge des Ausschwärmens der Sammelbienen bis hin zu der durch die Bienen konstant gehaltene Temperatur im Inneren des Brutraumes. Diese schwankt zu Beginn, da der Brutraumsensor erst mit der routinemäßigen Kontrolle des Bienenvolkes am 17.06.2020 fachgerecht installiert werden konnte.

Die Fläche liegt direkt am örtlichem Grüngutgutannahmeplatz und erfreut somit nicht nur die Bienen.