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März 2019

Aprilwetter im März: mal frostig, regnerisch und stürmisch oder sonnig und warm. An manchen Tagen zeigen sich die Honigbienen überhaupt nicht und an anderen fliegen sie fleißig und tragen Pollen ein.

Hauptnahrung der Bienen

Honig ist für die Biene das Hauptnahrungsmittel zur Deckung der Energiestoffversorgung (Kohlehydrate). Bienen sammeln Nektar und Honigtau, der,  durch Zugabe von Enzymen im Speichel der Biene, zu Honig weiter verarbeitet und haltbar  wird.

Im Frühjahr und Sommer ist die gesammelte Honigmenge meist mehr, als der Eigenbedarf des Bienenvolkes, sodass ein Honigvorrat in den Waben angelegt wird. In Schlechtwetterperioden, trachtlosen Tagen und im Winter ernähren sich die Bienen von diesem Futtervorrat.

Ein Bienenvolk benötigt 90-120 kg Honig pro Jahr. Im Durchschnitt enthält Honig 15-20 % Wasser, 38 % Fruchtzucker, 31 % Traubenzucker, 5-15% Mehrfachzucker und 3 % Beistoffe. Beistoffe sind Enzyme (Diastase, Invertase, Glukoseoxidase), Vitamine (meist Vitamin C), Mineralien (Calzium, Magnesium, Kalium) und Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Zink, Mangan).

Je nach Honigsorte variieren diese Werte.

Pollen sind sehr eiweiß- und vitaminhaltig und neben Nektar ebenfalls Hauptnahrung der Bienen. Weiter enthält Pollen einen geringen Anteil an Fetten, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Es wird auch als "Bienenbrot" bezeichnet.

Ein Bienenvolk benötigt 30-50 kg Pollen pro Jahr. Ebenfalls benötigt ein Bienenvolk Wasser, ca. 200 l pro Jahr.

Honigvielfalt

Auf der ganzen Welt wird Honig der unterschiedlichsten Sorten geerntet.

Der teuerste Honig derzeit auf dem Markt ist der Honig des Manukabaumes oder auch Südseemyrte aus Neuseeland und Südost-Australien. Die Manukablüten enthalten im Nektar den Stoff Dihydroxyaceton. Durch den Transport der Bienen und die Einlagerung in den Waben entsteht daraus Methylglyoxal (MGO). Je höher der MGO Gehalt , desto teurer der Honig. 7, 50 – 50,- € je 100g Honig werden verlangt. Die desinfizierende, heilende Wirkung soll 100 fach höher sein, als beispielsweise beim deutschen Honig. Es laufen zurzeit klinische Studien.

In Brasilien wird daran geforscht, stachellose Bienen für die Honigproduktion zu züchten. Sie sind friedlich und ihr Honig hat einen milden Geschmack, der erstklassige Preise erzielt.

Waben- oder auch Scheibenhonig ist eine besondere Delikatesse und wohl die ursprünglichste Art, Honig zu genießen. Der Imker gibt keine vorgefertigten Mittelwände, die Bienen bauen alles selbst. So wie die Bienen den Honig in den Waben verschlossen haben, wird geerntet. Der Imker schneidet Rechtecke aus den Waben und diese Scheiben werden mit dem Wachs gegessen. Dieser Honig ist naturbelassen und wird weder mechanisch noch thermisch behandelt. Eine Spezialität, die rund um das Mittelmeer bekannt ist, tatsächlich aber auch in der Lüneburger Heide mit Heidehonig zu bekommen ist.

Waldhonig hat einen herb-aromatischen Geschmack und hat eine dunkle Farbe. Bienen sammeln die zuckerhaltigen Ausscheidungen von Blattläusen, Blattflöhen und Zikaden. Der Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen und Enzymen ist besonders hoch.

Eine echte Rarität ist der Tannenhonig, der besonders reich an ätherischen Ölen ist und als gutes Hausmittel bei Bronchialerkrankungen gilt.

Verschnitt: Honig aus EU und nicht EU Ländern, zusammengemischt, aus mehreren Sorten und meist mit Zuckersirup versetzt, ist als billigster Honig in den Supermärkten erhältlich. Meine Empfehlung: Lieber regionalen Honig von heimischen Blüten beim Imker kaufen, egal ob zuhause oder im Urlaub.

Frühjahrsdurchsicht

Die Durchsicht der Bienenvölker erfolgt im Frühjahr bei 15 ° C und trockenem Wetter. Kälte oder Regen würden die Bienen zu sehr stressen und die Brut evtl. schädigen. Der Boden der Bienenbeute wird abgefegt, denn meist liegen dort tote Winterbienen oder anderer Unrat. Alte, sehr dunkle  oder verschimmelte Waben sollten ausgetauscht werden.

In jedem Volk ist Brut zu finden, also hat jedes Volk eine Königin, die mit der Eiablage für die Sommerbienen begonnen hat. Die Futtervorräte sind bei sieben Völkern noch genügend vorhanden, zwei Völker sind etwas leicht, daher bekommen diese sicherheitshalber etwas Zuckerlösung angeboten.

Ansonsten sind alle Völker kräftig und machen einen ruhigen, gesunden Eindruck.

Die Natur explodiert

Anfang März ist alles noch grau und kahl, doch durch die milden Temperaturen und Sonnenschein brechen die Knospen an Bäumen und Sträuchern auf. Ende des Monats blühen Forsythien, Sternmagnolien, Weiden und Mirabellen. Buschwindröschen, Immergrün und Huflattich zeigen die ersten Blüten und in den Gärten blühen Narzissen, Primeln, Lenzrosen und Lungenkraut.

Alles bekommt einen frischen, grünen Schimmer.

Viel zu früh zeigen sich vereinzelt die ersten Rapsblüten. Jetzt bekommen es viele Imker doch eilig (ich auch!), denn die Rapshauptblüte wird ebenfalls früher als sonst eintreten.

Entgegen meiner Auffassung alle Rähmchen selber zusammen zubauen und zu drahten, habe ich diesmal 100 gebaute und fertig gedrahtete Rähmchen gekauft. Das ist zwar teurer, spart aber enorm viel Zeit.

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