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August 2018

Die ersten zwei Wochen im August waren immer noch sehr heiß und trocken. Dann blieb es etwas kühler bei 22-26 °C und es gab heftige Gewitter und tatsächlich auch Regen, endlich…!

Die Natur atmet auf.

Die Wege zur Nahrung werden länger

Der trockene, heiße Sommer hat die Bienenvölker explodieren lassen, die Kisten sind übervoll. Jedoch wird das vielfältige Nahrungsangebot zunehmend geringer und die Bienen müssen oft weit fliegen, um Nahrungsquellen zu finden.

Im Umkreis von 3-4 km sammeln sie Nektar und Pollen und bringen den Ertrag nach Hause. Die eingelagerten Honigvorräte sind zum Großteil selbst wieder verbraucht worden, die Kisten sind zu leicht. Daher muss erneut gefüttert werden.

Langsam bereiten sich die Bienenvölker auf die lange, entbehrungsreiche Zeit vor. Alte, abgearbeitete Arbeiterinnen fliegen aus und kehren nicht mehr zurück, sie sterben. Schon bald werden die Sammlerbienen durch die etwas größeren Winterbienen ersetzt. Sie sind kräftiger und können bis zu neun Monaten leben. Die Winterbienen halten die Königin im Winter warm und werden die erste Brut im Frühjahr versorgen.


Der Drohn

Die Drohnen, die männlichen Bienen, haben neben der Mithilfe am Temperaturausgleich im Bau die Aufgabe, die Begattung der jungen Königinnen zu sichern. Tausende Drohnen fliegen zu den Sammelplätzen, die bis zu 40m hoch liegen können.

Eine Königin paart sich immer mit mehreren Drohen und speichert die Spermien für ihr gesamtes Leben, 3-4 Jahre lang. Hat ein Drohn die Begattung im Flug geschafft, stirbt er. Die übrigen kehren in den Bau zurück und werden für die Zeit der Begattungsflüge im Juni und Juli weiterhin gefüttert.


Die Drohnenschlacht

Im August sind die Drohnen überflüssig geworden und würden einen unnötigen Ballast im Winter bedeuten.

Die Arbeiterinnen füttern die Männchen immer weniger und drängen sie aus dem Bau. Diejenigen, die nicht freiwillig zum Sterben ausfliegen, werden herausgezerrt und attackiert, bis sie entkräftet vorm Flugloch am Boden liegen. Ein wahrer Schlachthaufen, was auch tatsächlich als Drohnenschlacht bezeichnet wird.

Im Frühjahr wird es wieder neue, kräftige Drohnen geben. Die Sammlerbienen werden schon bald durch die etwas größeren Winterbienen ersetzt. Sie sind kräftiger und können bis zu neun Monaten leben. Die Winterbienen halten die Königin im Winter warm und werden die erste Brut im Frühjahr versorgen.


Noch gibt es Nahrung

Schon kurz vor Monatsende sind alle Getreidefelder - so trocken wie noch nie - abgeerntet. Einige Blühstreifen stehen noch mit Sonnenblumen, Ringelblumen, Wicke und verschiedenen Kleearten. Ebenso bieten Zwischenfrüchte, wie Senf und Ölrettich, den Bienen und anderen Insekten Futter. In den Gärten blühen noch einige Herbststauden wie Herbstanemone, Herbstastern, Phlox und Goldraute.

Auch Küchenkräuter wie Oregano und Minze locken Bienen mit ihren Blüten. Überreife Früchte an Kirsch-, Mirabellen- und Pflaumenbäumen bieten noch zusätzlich Leckerbissen vorwiegend für Wespen, aber auch für Schmetterlinge und Bienen.

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