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Oktober 2019

In diesem Jahr fiel der goldenen Oktober buchstäblich ins Wasser. Richtig herbstlich: regnerisch, windig, neblig und manchmal gab es auch etwas Sonne. Kühle Temperaturen tagsüber 12-15 ° C und nachts um die 9 ° C und der erste Raureif am Morgen.

"Bringt der Oktober viel Regen, ist’s für die Felder ein Segen"

Aber so mancher Acker war so aufgeweicht und schlammig, dass die Maisernte sehr schwer einzubringen war.

Verteidigung der Bienen

Ob sie Feinde abwehren, ihren Nachwuchs beschützen oder Futtervorräte bewachen; Honigbienen haben Verteidigungsmachanismen entwickelt, die sie gegen andere Insekten, Säugetiere und auch Bienen einsetzen können.

Der Stachel

ist das bekannteste Verteidigungsmittel der Bienen. Er ist spitz und mit einem speziellen Muskel wird das Bienengift, das Apitoxin, eingespritzt. Das Apitoxin ist eine Mischung verschiedener Eiweiße, das Schmerzen, Juckreiz und auch eine Bienengift-Allergie auslösen kann. Bei kleineren Tieren führt es zum Tod.

Dem Stich wird auch immer ein Spritzer Alarmpheromon zugesetzt. So werden andere Arbeiterinnen zur Hilfe gerufen und animiert ebenfalls zu stechen: "Eine Biene kommt selten allein." Durch das Alarmpheromon finden sie schnell ihr Ziel. Für Menschen riecht es interessanterweise nach reifen Bananen.

Auch im Fall eines Angriffs auf ihr Haus stoßen die Wächterbienen Alarmpheromone aus und rufen damit weitere Wächterinnen zum Eingang und versetzen das gesamte Volk in Alarmbereitschaft.

Bienen stechen aber nicht voreilig, denn die Produktion des Giftes benötigt viel Energie, deshalb kommt es nur in Notfällen zum Einsatz.

In den meisten Fällen kann die Biene unversehrt davonfliegen, nur nicht, wenn sie ein Säugetier sticht. Der Stachelwiderhaken bleibt in der Haut stecken und der Stachelapparat mit Giftblase wird aus dem Hinterleib herausgerissen, die Biene stirbt.

Lässt man den Stachel in der Haut stecken, wird noch bis zu einer Minute lang das Gift weiter ins Gewebe gepumpt. Also möglichst schnell den Stachel abstreifen, nicht herausziehen, sonst drückt man das Gift aus der Blase heraus. Schnelles Einreiben mit dem Saft einer halbierten Zwiebel hilft gegen Schmerz und Anschwellen und auch kühlen.

Die Hitzekugel

Bienen sind in der Lage ihre Flügel auszuhaken und die gesamte Energie der Flugmuskeln wird beim Flügelschlagen in Wärme umgewandelt. Dieses Prinzip kommt auch beim Überwintern in der Wintertraube zum Einsatz.

Gelangt ein Angreifer, wie z.B. eine Wespe oder Hornisse, in den Bienenstock, wird dieser von bis zu 500 Arbeiterinnen überfallen. Diese verwandeln sich durch Muskelvibration zu einem „Bienenofen“ und umringen den Feind. Dabei steigt die Kohlendioxid- Konzentration und der verfügbare Sauerstoff nimmt ab. Die Hornisse kann nun schlechter atmen und die Hitze nicht tolerieren. Bis zu 40°C kann diese Hitzekugel heiß werden, die Hornisse stirbt, die furchtlosen Arbeiterinnen nicht.

"Bärenfang"

Im 15. Jahrhundert wurde in Ostpreußen fast in jedem Haushalt dieser Honiglikör hergestellt. Er ist als "Bärenfang" oder auch "Bärenjager" im gesamten Osten Europas bekannt. Die Herstellung ist einfach, das muss ich auch ausprobieren!

Dazu nehme ich Sommerhonig, der mit Wodka und Gewürzen wie Zimt, Anis, Nelken, Vanille und Zitronenschale angesetzt wird. Nach drei Wochen abfiltern und bei Zimmertemperatur mindestens 3 Monate reifen lassen.

Ich bin gespannt…

Arbeiten im Oktober

Anfang Oktober bekommen noch einmal zu leichte Völker einige Liter Zuckerlösung. Gerne nehmen sie das Futter noch an und lagern es ein.

An den Flugschlitzen liegen viele tote Sommerbienen, die entfernt werden sollten. Die Bienen räumen auch alleine in ihrem Bau und am Eingang auf, da aber die Mäusegitter nun eingebaut werden sollen, helfe ich gerne. Das Gitter hält unliebsame Wintergäste wie Spitz- und Feldmäuse, ab.

Ein weiteres Bienenvolk ist gestorben, warum lässt sich manchmal schwer sagen. Die Königin war umringt von ca. 150 Bienen, mehr war in dem Kasten nicht zu sehen. Auch dieser Bienenstand musste abgeräumt werden. Die Honigvorräte werden eingelagert und können im Frühjahr als Futterwaben verwendet werden.

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