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Die richtige Aussaatstärke für Ihre Zwischenfrucht

17.07.2017

Nicht selten wird unter dem Aspekt der Kostenreduzierung eine Aussaatstärke gewählt, die unter der üblichen Empfehlung liegt. Bei guten Bedingungen können sich Bestände sehr gut entwickeln, bei weniger guten Bedingungen hilft die richtige Aussaatstärke zur Etablierung dichter Bestände mit hohem Nutzen.

Gerade bei Aspekten wie der Unterdrückung von Unkräutern und Ausfallgetreide, dem Humusaufbau und der Nährstoffkonservierung, der Bekämpfung von Nematoden oder der Frostanfälligkeit von Ölrettich übt die Aussaatstärke einen großen Einfluss aus.

Unkraut- und Ausfallgetreideunterdrückung

Dichte Zwischenfruchtbestände unterdrücken Unkräuter und Ausfallgetreide durch Licht- und Wasserentzug. Der Unkrautdruck kann entschärft und der Einsatz von Herbiziden ggf. reduziert werden. Auch können die Unkräuter nicht mehr als Wirtspflanzen für z.B. das Tabak Rattle Virus oder Schädlinge dienen.

viterra® INTENSIV mit voller Aussaatstärke (50 kg/ha), der Ackerfuchsschwanz wird ausreichend unterdrückt.
viterra® INTENSIV mit verminderter Aussaatstärke (25 kg/ha), der Ackerfuchsschwanz wird nicht ausreichend unterdrückt.

Humusaufbau / Nährstoffkonservierung

Die durch Zwischenfrüchte aufgebaute organische Masse entsteht durch Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen und dient im Umkehrschluss Mikroorganismen als Nahrungsgrundlage. Nährstoffe werden für die Folgefrucht konserviert und stabile Humusformen gebildet. Entscheidend für die Menge der organischen Substanz ist weniger die Artenvielfalt, sondern eher die Aussaatstärke und der richtige Aussaattermin.

Nematoden - Bekämpfung

Für eine effektive Bekämpfung von Nematoden ist eine Mindestanzahl von 160 resistenten Pflanzen je m² notwendig. Um diesen Wert auch bei ungünstigen Aussaat- und Auflaufbedingungen zu erreichen, sollten 25-30 kg/ha Ölrettich und 20-25 kg/ha Gelbsenf gesät werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass das ganze Bodenvolumen intensiv durchwurzelt ist und der Großteil der Nematoden erreicht wird.

Frostanfälligkeit von Ölrettich

Bei verminderter Aussaatstärke nutzt der Ölrettich den freien Raum zur Bildung größerer Rettich-Körper. Dünne und filigrane Rettichkörper sind anfälliger gegenüber Frost und problemlos bei der anschließenden Bodenbearbeitung im nächsten Frühjahr.

Ölrettich SILETINA 25 kg/ha
Ölrettich SILETINA 15kg/ha

Daniel Dabbelt, P. H. Petersen Saatzucht Lundsgaard GmbH // 17.07.2017

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